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2021 – wieder mit Terminverschiebung Die Coronazeit hat uns noch immer im Griff. Midsummer-Triathlon wieder nicht im Sommer. Wir finden einen tollen Ausweichtermin, doch dann kommt uns an „unserem“ 19.September  der Hamburg-Wasser-World-Triathlon in die Quere. Keine Chance für uns – erneut umdisponieren! Der 11.September wird es, erstmals ein Sonnabend. Viele Events fast zur gleichen Zeit. Alles ballt sich im September. Wir haben irre viel zu tun, Nachtarbeit unvermeidbar, denn wir wollen gut sein. Unser Triathlon kommt zu kurz, es mangelt an Sponsoren. Es fällt sehr schwer in diesem Jahr. Die Finanzen sehen nicht gut aus. Wenige Startgeldzahler, Nichtstarter aus 2020 kommen mit ihrem Startgutschein aus dem Vorjahr. Das Anmeldekontingent wird erstmals nicht voll ausgeschöpft. Wir kriegen das trotzdem hin. Zur Akkreditierung haben wir auch Tombolapreise. Sogar Verpflegung gibt es wieder im Zielbereich. Unsere Partner sind wieder da, sie bleiben uns treu. Am Renntag haben alle gute Laune, auch wir sind begeistert, denn es riecht ein bisschen nach zurückgewonnener Normalität. Die Einhaltung der 3G-Regeln kommt uns zugute. Wir sehen schönen Sport, alle Teams machen einen fabelhaften Job, es gibt keine Kritikpunkte. Die Athleten belohnen uns mit bester Performance. Der Renntag ist nicht stressig, wir genießen ihn – mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Wir sind eine große Familie – und das soll auch so bleiben!

2020 – ein Jahr der Herausforderungen Wir haben es trotz Corona geschafft! Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir für und mit Euch das Unglaubliche möglich machten. Unter fast normalen Bedingungen im Rahmen eines ausgeklügelten und individuellen Hygienekonzepts konnten wir am 13.September den 21.Midsummer Triathlon starten. Kaum ein Veranstalter schaffte das in 2020! Erstmals an einem Sonntag mit 6 Startgruppen über den Tag verteilt. Ein genialer Ablauf, lachende Gesichter, Tränen der Rührung, Eventfreude pur trotz Abstandsregeln – so tickt nur der Sport!

Total übermüdet, aber glücklich waren auch wir, denn wir hatten auch in 2020 Wort gehalten.Fast niemand hatte uns das zugetraut. Die Planungen im Vorfeld brachten uns physisch, psychisch und finanziell erstmals an unsere Grenzen. Unzählige Arbeitsstunden, immer wieder alles von vorn überdenken, Termine über Termine und Coronaverordnungen, die uns an den Rand der Verzweiflung brachten. Nicht alle Anmelder waren einsichtig. Wir zahlten viel Geld zurück oder verschoben Startplätze kostenlos auf 2021. Das mussten wir nicht, wollten aber keine Spielverderber sein.

Nun ist das alles Geschichte, wir haben 2020 mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Großer Dank an alle, die direkt oder indirekt dabei waren! Nicht mehr dabei sein konnte Helmut Probst, einer der beiden Begründer des Midsummer-Triathlons. Helmut hat uns in diesem Jahr für immer verlassen müssen. Ihm zu Ehren haben wir den diesjährigen Midsummer-Triathlon in Helmut-Probst-Gedächtnistriathlon umgetauft. Besonders schön am heutigen Tag, dass Helmuts Tochter Beatrice als schnellste Frau beim Jedermann-Triathlon aus dem Wasser kam, Helmut hat bis stimmt mit Stolz vom Himmel heruntergeschaut. Ruhe in Frieden, lieber Helmut!

Es soll weitergehen – wir planen tatsächlich für den 22. Midsummer-Triathlon in 2021.

2019-10-08 Aktualisierter Kommentar der Redaktion: Die Erfolgsgeschichte von Helmut und Kalle konnten wir seit 2017 fortführen. Es war uns eine Herzensangelegenheit, in die Fußstapfen der beiden Pioniere zu treten. Der 18.Midsummer-Triathlon war unser erster mit frischem Schwung und Anknüpfung an die Leistungen der beiden Schöpfer dieser großartigen Veranstaltung.

Goschi und Uwe als „die Neuen“, die nun  auch schon drei Midsummer-Triathons organisierten, haben dem Event ein neues Gesicht gegeben und dabei den Charakter beibehalten – eine gelungene Mischung, denn der Midsummer-Triathlon ist beliebt wie eh und je. Zuspruch von allen Seiten, fröhliche Gesichter, wohin wir schauen – was gibt es Schöneres?! Jetzt bereiten wir den 21.Midsummer Triathlon in Großensee vor.

Am 18.Juni 2020 ist es wieder soweit, wie immer an einem Donnerstagabend und wie immer an einer der kürzesten Nächte im Jahr.

Vielleicht kommt diesmal sogar das Fernsehen, um aus der Triathlon-Metropole Großensee zu berichten. Wir sind an dem Thema dran!

Herzliche Grüße an Euch alle, Euer Midsummer-Triathlon Team.

▼ 2016 In Memoriam ▼

Die Erfolgsgeschichte von Helmut & Kalle

Von Karlheinz (Kalle Most): Helmut und ich sind begeisterte Triathleten, wobei Helmut Anfang der 80 er Jahre sogar zu den Ersten Triathleten in Hamburg gehörte. Die Anzahl derer, die sich diesem Sport hingaben, waren sicher nicht höher als 10.

Die ersten Wettkämpfe wurden mit normalen Touren- oder Rennrädern absolviert. Die Faszination für diesen Sport hielt glücklicherweise an, so dass heute Deutschland zu den führenden Nationen gehört. Ich konnte mir damals, ich stieß erst 1986 zu dieser Sportart, überhaupt nicht vorstellen, dass diese Sportart mit ihren Hightech-Ausstattungen derart aufwendig betrieben wurde.

Helmut und ich, Helmut war natürlich besser als ich, aber ich hatte nicht weniger Spaß, waren bei Radrennveranstaltungen und Laufveranstaltungen zu finden und wir hatten uns geschworen: Wenn wir nicht mehr die von uns angestrebte Leistung erbringen konnten, dann wollten wir eine kleine aber feine Triathlonveranstaltung ins Leben rufen, die zudem ein Familienevent sein sollte.

Da Helmut und ich im Bramfelder SV über 25 Jahre zusammen geschwommen sind, konnten wir unter der Dusche unsere Vision ausfeilen, denn wir waren uns sicher, dass wir eine solche Veranstaltung hinbekommen würden, nur der Zeitpunkt war ungewiss.

In den 90 er Jahren hatte Helmut dann im Walddörfer SV eine Triathlonsparte ins Leben gerufen, wo er auch Spartenleiter war und ich übernahm im Hamburger Triathlon Verband die Aufgabe als Wettkampfrichterobmann, ich war sowohl für den reibungslosen Ablauf der Einzelveranstaltungen zuständig und war darüber hinaus der Vertreter Hamburgs bei internationalen Wettkämpfen.

1999 dann entschieden wir uns nunmehr eine Erste Veranstaltung für das Jahr 2000 zu organisieren. Nun ging es aber los und jeder der einmal eine Sportveranstaltung organisiert hat, weiß wovon ich rede. Es mussten Helfer rekrutiert werden, behördliche Genehmigungen eingeholt werden und es musste alles finanziert werden. Der Punkt der Finanzierbarkeit war für uns bindend an unsere Philosophie, denn wir wollten nur kostendeckende Veranstaltungen anbieten, die darüber hinaus einen hohen Wiedererkennungsfaktor hatten. Kappen, T-Shirt kam für uns nicht infrage, denn die Shirts taugen nach 3 Wäschen lediglich zum Autoputzen. Wir hatten sodann die Idee, Badehandtücher mit beflockten Wettkampfdaten als Finishergabe anzubieten.

Da das Startgeld niedrig sein sollte, hatten wir uns auf Sponsorensuche begeben. Unsere Sponsoren (Gräber Räder, Niendorfer Laufladen und e.on/Hanse) haben uns bis heute die Stange gehalten und wir sind sehr dankbar für deren Angagement.

Aber das Wichtigste war eine geeignete Wettkampfstätte zu finden. Und so kamen wir auf die Gemeinde Großensee mit ihrem Naturbad und der wunderschönen Rad- und Laufstrecke. Alle Bürgermeister haben uns volle Rückendeckung gegeben und die Bürger von der Gemeinde Großensee sind jedes Jahr erfreut uns wiederzusehen.

Nun hatten wir im Prinzip alles getan, damit eine gelungene Veranstaltung stattfinden konnte. Gerade einmal 70 Starter kamen bei unserer 1. Veranstaltung und da sich unsere Veranstaltung zum Geheimtipp entwickelte, wurde später der Betriebssportverband Hamburg auf uns aufmerksam und bat darum, die Hamburger Betriebssportmeisterschaften auszurichten. Dieser Bitte wollten wir uns nicht verschließen und richteten die Meisterschaften mehrfach aus. Als aber durch einen Vorstandswechsel im Hamburger Betriebssportverband/Triathlon anstand und diese das Zepter übernehmen wollten, haben wir die Reißleine gezogen, denn wir wollten den Charakter der Veranstaltung nicht verändern.

Heute noch sind wir unseren Prinzipien treu geblieben und freuen uns jedes Jahr über die positiven Eindrücke der Teilnehmer. Und genau das sind die Momente, wo über Arbeit und Kosten nicht nachgedacht wird. Hier holen wir nur kurz Luft, schauen uns an und sagen:

Diese Veranstaltung ist gut gelungen.

Aber wir verkennen auch nicht, dass wir nur ein Teil eines Werkes sind, denn ohne Sponsoren, fleißige Helfer und letztlich die Ehefrauen und Partnerinnen, ist eine Veranstaltung nicht durchzuführen.

Und auch wenn jedes Jahr innerhalb von 2 Stunden unsere Veranstaltung ausgebucht ist, so bleiben wir immer auf dem Teppich und versuchen immer, allen gerecht zu werden. Für uns ist es nicht wichtig, was ein Teilnehmer in der Vergangenheit geleistet hat, sondern,ob er Spaß hat. Und zwar ohne Ansehen der Personen oder deren Erfolge.

Fairplay ist im Sport das höchste Gut.

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